Vorab: Meine Fotografien sind keine Fotomontagen. Ich tausche weder Himmel aus noch füge fremde Elemente in meine Bilder ein. Alles, was Sie sehen, ist so fotografiert worden – authentisch, aber bewusst gestaltet.
Ein Foto zeigt nie die Realität, wie wir sie mit eigenen Augen erleben – denn Sehen ist subjektiv. Mein Ziel ist es, mit jedem Bild Begeisterung für das Schöne um uns herum zu wecken. Wenn mir das gelingt, ist mein Anspruch erfüllt.
Ich arbeite kreativ – bereits bei der Aufnahme. Meine Perspektiven sind oft ungewöhnlich, beeinflusst von meiner Leidenschaft für Kunst und Malerei. Die Kamera ist für mich ein Ausdrucksmittel, vergleichbar mit dem Pinsel in der Malerei.
Zur Bildbearbeitung:
Der Begriff "gephotoshopt" wird oft vorschnell und abwertend verwendet. Dabei ist Bearbeitung seit jeher ein fester Bestandteil der Fotografie – früher in der Dunkelkammer, heute digital. Wer die Negative großer Meister wie Ansel Adams kennt, weiß: Das endgültige Bild entsteht durch gezielte Nachbearbeitung.
Ich nutze die digitale Technik verantwortungsvoll – mit Fingerspitzengefühl. Jedes Motiv verlangt eine individuelle Bearbeitung, abgestimmt auf Licht, Stimmung und Aussage. Das RAW-Format liefert mir dafür die nötige Grundlage, ähnlich einem digitalen Negativ. Im Gegensatz zum JPEG, das die Kamera automatisch interpretiert, erlaubt mir RAW die volle Kontrolle über Kontrast, Farbe und Schärfe – ähnlich der analogen Dunkelkammerarbeit.
Ob analog oder digital – beide Welten haben ihren Reiz. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern das Ergebnis.
Fazit: Bildbearbeitung gehört für mich selbstverständlich zur Fotografie dazu – nicht zur Manipulation, sondern zur Gestaltung. Ich bearbeite mit dem Ziel, meine persönliche Sicht auf die Welt sichtbar zu machen.